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An Apple A Day – Mein neues MacBook Pro Retina

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An Apple A Day – Mein neues MacBook Pro Retina

Einleitung

Ein MacBook als Arbeitsgerät

Aktuell befinde ich mich am Ende des zweiten Master-Semesters. Man könnte es den Endspurt nennen. Ein Notebook habe ich fast mein ganzes Studium nicht verwendet. Mein letztes Notebook hatte ich mir zum ersten Semester gekauft – 2009. Das ist jetzt stolze 5 Jahre her und so sieht es auch aus. Der Akku hält immerhin noch stolze 6 Minuten. Ein, in die Jahre gekommenes, altersschwaches und durchaus plumpes Gerät, ohne jegliche Ausdauer.

Zur Halbzeit des Bachelors hatte ich mir einen Desktop PC mit zwei 24″ Monitoren zugelegt und den Laptop seit dem eigentlich nicht mehr gestartet. Warum auch 14″ verwenden, wenn ich 106 cm Bildschirmbreite nutzen kann und die Entwicklungsumgebung und zwei Browserfenster problemlos nebeneinander öffnen, ohne Platzprobleme zu bekommen.

So langsam musste aber auch mal wieder was Portables her. Da ich in der letzten Zeit viel mit einem Freund zusammenarbeite, Webseiten baue und Apps programmiere, war schnell der Entschluss gefasst, sich ein MacBook zu kaufen. Sie vereinen Leistung mit gutem Aussehen, haben großartige Displays und xcode für die iOS Apps ist einfach nur genial.

Akku – Power – Display

Lange habe ich hin und her überleg was es für einer werden soll. Das MacBook Air ist im Bezug auf Maß und Gewicht eine ziemlich überzeugende Partie. Allerdings ist es mit seinen 1,4 GHz und 8 GB RAM ein wenig schwach auf der Brust. Die effektive Akkulaufzeit von zwölf Stunden und mehr, ist natürlich ein großer Pluspunkt. Ein weiterer Minuspunkt ist jedoch das nicht vorhandene Retina Display. Wenn ich mir schon ein MacBook kaufe, dann möchte es doch bitte auch ein Retina Display haben. Man kauft sich schließlich nicht alle Tage eine MacBook.

Mein Desktop PC hatte – bzw. hat er immer noch – 8 GB und einen kleinen i5 Prozessor. Wenn ich darauf Android Studio starte und ein Projekt mit Gradle compiliere und synce, dann dauert das gute 30 – 40 Sekunden. Wie ätzend das ist, kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen, der auch nur annährend Erfahrung mit Programmierung hat.

Leistung it is!

Wenn ich mir überlege wie es mit einem Prozessor wäre, der ein gutes Gigahertz weniger Leistung hat als der, den ich aktuell benutzte, dann wird mir direkt Angst und Bange. Dementsprechend kam nur ein MacBook Pro Retina in Frage. Schlussendlich habe ich mich jetzt für die 13 Zoll 2,6 GHz Variante mit 256 GB SSD und 16 GB RAM entschieden – schließlich kann man die Hardware bei den neuen Apple Geräten nicht tauschen, was ich echt traurig finde – Alubody hin oder her. Man könnte meinen, es sei das »Sorglos « Paket – und das ist es auch. Trackpoint
Enorme Leistung, scharfes Display – das es spiegelt merkt man fast gar nicht – und ein guter Akku, verpackt in einem hochwertigen Gehäuse mit einem phänomenalen Touchpad. Apropos Touchpad.
Ich war ja schon immer ein großer Fanboy des Trackpoints von Lenovo.
Das Ding ist einfach praktisch. Die Hände bleiben auf dem Keyboard – ohne viel »Rumgefuchtel«. Nun denn, jetzt habe ich ein Apple Touchpad und ich muss gestehen: ich mag es. Ich bin noch schwer überfordert von den ganzen Gesten, Wischerein und so weiter, aber es arbeitet sich besser als ich dachte.

Warum es kein Thinkpad geworden ist

Lenovo hat es in meinen Augen einfach nicht mehr drauf. Die Tastaturen klemmen und die Touchpads werden immer schwammiger und sind schlecht verarbeitet. Das einzige Modell, welches ernsthaft in Frage kam, war das X1 Carbon 2014. Beim Blick auf die Tastatur rutscht mir mein Informatikerherz in die Hose. Eine multifunktionale Touchleiste ersetzt die F Tasten, CapsLock gibt es nicht mehr und die physischen TrackPoint Tasten fehlen. Sechs setzten. Schade aber das Gerät kommt so für mich nicht in Frage.

»Ich möchte ein Spiel spielen!«

Mac als Spielverderber

Früher war das größte »Kill« Kriterium bei Mac, dass sie nicht zum Zocken geeignet waren. Dem ist nicht mehr so. Spiele, die ich z.B. bei Blizzard gekauft habe, kann ich sofort auf dem MacBook spielen und muss sie nicht einmal neu kaufen. Good Guy Blizzard quasi. Ebenso gibt es mittlerweile einen Steam-Clienten, den ich allerdings nicht weiter evaluiert habe. Diese Tatsache hat mich ehrlich überrascht, hatte ich mir den Laptop doch als reines Arbeitsgerät gekauft. Die meisten Spiele sind meiner Meinung nach mit einem Touchpad zwar unspielbar aber die Tatsache, dass ich mal eine Runde Starcraft II oder Diablo 3 spielen könnte, wenn es mich überkommt, finde ich schon echt cool.

Fazit

Das compilieren meiner Android Projekte dauert jetzt nur noch zwei bis vier Sekunden. Nachdem ich sechs Stunden am Laptop mit Retina Display gearbeitet habe, sehe ich auf meinem PC Bildschirm jedes einzelne Pixel. An das Arbeiten und den Umgang mit dem MacBook habe ich mich erstaunlich schnell gewöhnt, auch wenn ich gern die englische Tastatur gehabt hätte, da ich doch eh mit dem »English US International PC« Layout arbeite. Einziges Manko, dass ich bisher festgestellt habe: der Laptop wird verdammt warm. Der Artikel lässt mich – nach erneutem Durchlesen – wie einen richtig kleinen FanBoy dastehen. Dies muss ich verneinen. Ich bin durchaus beeindruckt von dem Gerät, dennoch hat es einen stolzen Preis und ich kann den Hype darum nicht so ganz nachvollziehen.

Mein MacBook Pro Retina

Abschließend noch ein Sceenshot

Bildquellen 9gag.comapple.com

Rico Magnucki

Rico Magnucki

http://magnucki.de

21st Century Digital Boy und Blog-Gründer. Studiert naturwissenschaftliche Informatik in Bielefeld. Auf dem Blog ist er der Ansprechpartner für LaTeX, schreibt Tutorials, dreht die Videos für YouTube und durchforstet das Internetz nach spannenden Dingen.

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