icancode.de

Hardware

Zurück zur Schreibmaschine – Mechnische Tastatur von Razer im Test

Veröffentlicht am .

Zurück zur Schreibmaschine – Mechnische Tastatur von Razer im Test

Einleitung

Zeig mir deine Tastatur und ich sag dir wer du bist.

Jeder der viel mit PCs zutun hat, wird in seinem Leben einige Tastaturen ausprobieren und durchaus auch verschleißen. Viele von uns verwenden die eingebaute Tastatur ihres Laptop und denken gar nicht über die Tastatur nach. Andere haben einfach eine günstige aus dem Elektrodiscounter.

Vorgeschichte & Verflossene Tastaturen

In meinem Fall war es ähnlich. Als das Studium anfing, hatte ich einen 14″ Laptop von Toshiba, einfach weil es praktischer war.  Mit der Zeit war mir der Laptop nicht mehr genug (schöner Titel für einen neuen Bond Film) und es musste ein Desktop-PC her. Mit dem Desktop-PC musste natürlich eine Tastatur hin. Da ich auf Gadgets steh, habe ich mich für die G15 Refresh von Logitech entschieden. Die hatte einfach ein geiles programmierbares Display, Hintergrundbeleuchtung und war bezahlbar. Wenn ich ehrlich bin wollte ich damals eigentlich die G19 haben, aber die war mir einfach zu teuer. Und wenn ich ehrlich bin, hab ich die G510 völlig außer Acht gelassen. Wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

Benutzt hab ich die Tastatur ca 1 Jahr, bis ein Bekannter mit seiner mechanischen Tastatur vorbeikam. Erst hab ich ihn belächelt. »Welcher Idiot schleppt denn seine Tastatur mit sich rum?« Das erste was mich irritiert hat, war die unglaubliche Lautstärke der Tastatur. Ziemlich nervig, schreibt man nicht selbst. Und das Schreibgefühl war anfangs ungewohnt, nahezu zu leichtgängig.
Als er gegangen war und ich meine alte Tastatur wieder angeschlossen hatte, bekam ich einen Schock. Es fühlte sich an, als müsste man jede einzelne Taste mit ganzer Kraft drücken.

Die Konsequenz war einfach: »Ich brauche auch eine mechanische Tastatur!« Die Frage ist nur, welche? Die Auswahl ist zum Glück nicht übermäßig groß. Da gibt es die BlackWidow von Razer. Das Keyboard, Ttesports MEKA G1 und die G710+ von Logitech. Da die meisten der Tastaturen ziemlich teuer sind, habe ich mich schlussendlich für die BlackWidow entschieden, das war schließlich die Tastatur, in die ich mich verliebt hatte.

Erfahrungen & Meinungen

Ich hab die Tastatur jetzt schon seit gut einem Jahr und so einige tausend Zeilen Code damit produziert. Es ging immer flüssig von der Hand und das laute Klackern bekommt mit der Zeit eine richtig beruhigende und motivierende Wirkung. »Es klackert, also geht es voran.« Auch die Beschriftung ist, obwohl nur aufgedruckt, sehr robust. Meine letzte Tastatur sah nach einem Jahr schon ziemlich ramponiert aus. Die Razer Tastatur ist sehr gut verarbeitet. Das merkt man direkt an den Tasten und Am schweren Gehäuse, wodurch sie sehr stabil und ruhig auf dem Tisch lieft.

Seitenansicht der Tastatur

Seitenansicht der Tastatur

Zu beschreiben wie sich die Tastatur anfühlt ist schwierig. Es ist ein bisschen wie  das Schreiben auf einem Laptop. Leicht und schnell fliegen die Finger über die Tasten. Die Tasten sind jedoch nicht zu leicht, sie geben ein gutes Feedback  ohne nach langem schreiben anstrengend zu werden.
Auch wenn eine Handballenablage fehlt, ist es durch die natürliche Schräge der BlackWidow  sehr angenehm zu tippen. Selbst die kleinen Beinchen zum stärkeren anschrägen der Tastatur sind vorhanden. Ernsthaft benutzt habe ich diese nie, da mir die Tastatur dann zu schräg ist und nach acht Stunden Programmieren die Handgelenke schmerzen.

Die Beschriftung der Tasten ist sehr schön, da es sich nicht der Standardfont ist, sondern eine Arte Monotype. Macrotasten gibt es fünf und die F-Tasten sind mit jeder Menge Sonderfunktionen belegt. Für mich wäre es jedoch besser, wäre die Lautstärkeregelung auf dem F9 – F12 Block. Da sie sich auf F1 bis F3 befinden, benötigt man immer zwei oder wenigsten Spinnenfinger um die Lautstärke zu ändern.

Draufsichtsicht der Tastatur

Draufsichtsicht der Tastatur

Natürlich gibt es auch für diese High-End Gamingtastatur eine Software, mit der sie gesteuert werden kann. Razer wirbt damit, die Einstellungen der Tastatur an jedem Rechner zugänglich zu machen. Voraussetzung ist jedoch, sich bei Razor Synapse anzumelden. Mir persönlich ist es ziemlich egal ob meine Einstellungen synchronisiert werden, da ich die Macrotasten sowieso nicht benutze. Somit ist es für mich ein eher lästiges Feature.

Die BlackWidow ist  nicht unbedingt die beste Lösung für WGs oder eine Freundin mit leichtem Schlaf, denn für die, die nicht gerade schreiben, kann das Klackern sehr nervtötend sein. So wurde ich in meiner alten WG regelmäßig gebeten, eine andere Tastatur zu benutzen weil sie nicht schlafen können. Kommt meine Freundin von der Nachtschicht, hab ich absolutes Programmierverbot. Zum Glück hat sie nicht so oft Nachtschicht. ;)

Fazit

Fazit ist. Wer einmal eine mechanische Tastatur hatte, will nie wieder eine andere. Sogar meine Freundin hat es erkannt, und will sich demnächst auch eine kaufen. Vielleicht gelingt es mir, eine der oben erwähnten Tastaturen in die Hände zu bekommen und zu berichten, ob sie besser sind als die BlackWidow, die ich aktuell benutze.

 

[Bilder : http://www.razerzone.com/]

Rico Magnucki

Rico Magnucki

http://magnucki.de

21st Century Digital Boy und Blog-Gründer. Studiert naturwissenschaftliche Informatik in Bielefeld. Auf dem Blog ist er der Ansprechpartner für LaTeX, schreibt Tutorials, dreht die Videos für YouTube und durchforstet das Internetz nach spannenden Dingen.

Navigation