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Programmierung

Python Crashkurs – Eigentlich sollte es Perl werden…

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Python Crashkurs – Eigentlich sollte es Perl werden…

Einleitung

Während des Studiums bekommt man immer gesagt, dass die Sprache in der man programmiert, irrelevant sei. In der Regel wird davon ausgegangen, dass die Syntax einer Programmiersprache egal ist, sofern man die Programmierung an sich verstanden hat. Ich persönlich, lerne neue Programmiersprachen aber trotzdem lieber in Crashkursen als autodidaktisch. Mit praktischen Anwendungen lernt man einfach besser und schneller.

In der Uni wird im Rahmen der Veranstaltung »Netzwerkprogrammierung« ein einwöchiger Python Crashkurs angeboten. Neugierig wie ich bin, kann ich mir das natürlich nicht entgehen lassen.

Es ist morgens 7.30 – ich sitze in der Bahn. Um mich herum sitzen Erstis. Mit meinen 23 Jahren fühle ich mich verdammt alt. Bin ich schon so alt? Vermutlich macht das der erhöhte Kaffeekonsum. Gibt es in Bielefeld eine »Anonyme Kaffeeholiker« Gruppe? Wo wir gerade bei Kaffee sind: In der Uni angekommen, erstmal einen Kaffee holen und auf zum Seminarraum.

8 Uhr c.t. – Kaffee!

Der Dozent beginnt. »Willkommen im Python Kurs – eigentlich sollte es ein Perlkurs werden« Stille. Perl – Der wahrscheinlich längste Smilie der Welt. Eine mächtige Sprache – aber eine veraltete. Ich bin froh, dass es nicht Perl ist und schlürfe meinen Kaffee.
Die nächste obligatorische Frage die es zu klären gilt, ist die Startzeit. Acht Uhr fünfzehn ist nicht akzeptabel. Einstimmig wird die Startzeit auf viertel nach neun verschoben – jetzt kann es losgehen.

Python for Dummies

Python PythonHelloWorld Programm ist streng objektorientiert und wird angeblich nur als Skriptsprache »missbraucht«. Komischerweise kann ich meine Skripte mit #!/usr/bin/env python starten. Schreit irgendwie nach Skriptsprache. Ich kann die Zeile wohl auch weglassen. Für mich als Python-Noob sehr ungewohnt. Es folgen die typischen Beispiele vom Typ »Das brauchen wir nicht, aber das können wir.«

So langsam beginnt der Kaffee zu wirken. Es gibt eine Abseitsregel. Eine Abseitsregel? Python arbeitet nicht mit geschweiften Klammern um Blöcke zu kennzeichnen, sondern mit Tabs bzw. Einrückungen. Ich habe ein schreckliches Haskell Déjà-vu. Die Kaffeewirkung lässt nach.
Zu allem Überfluss wird uns soeben offenbart, dass Python mit Duck Typing arbeitet. Irgendwie eine coole Sache. Es werden nicht die eigentlichen Objekte, sondern deren Eigenschaften verglichen. Damit könnte ich mich anfreunden.

CodeFu für Fortgeschrittene

Nach dem zweiten Kaffee bin ich normalerweise so weit aufnahmefähig, dass ich durchaus verstehe, was man mir sagen will. Heute klappt das irgendwie nicht. Auch nach der dritten Tasse will mir das Prinzip der Türen im Flur nicht so ganz einleuchten. Drücken und Ziehen ist aber auch kompliziert.
Am PC wird es nicht besser. Die kleinen Typspielerreien verursachen in meinem unausgeschlafenenen Hirn schwere Schmerzen.

Python CodeFu

Oh, es wird immer besser. Was ist eigentlich Wahrheit? True oder False, ist doch klar. Und welche Zahlen gibt es? Int, Float und Complex. Auch klar. So langsam wird es lustig.

Der Rest des Tages besteht aus interessanten Ansätzen und verwirrenden Aufgabenstellungen. So ganz einig bin ich mir noch nicht. Mag ich Python? Mal schauen, was der zweite Tag so bringt.

Rico Magnucki

Rico Magnucki

http://magnucki.de

21st Century Digital Boy und Blog-Gründer. Studiert naturwissenschaftliche Informatik in Bielefeld. Auf dem Blog ist er der Ansprechpartner für LaTeX, schreibt Tutorials, dreht die Videos für YouTube und durchforstet das Internetz nach spannenden Dingen.

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